Einlegen

TORSHI
ist eine aus Persien stammende Vorspeise, ein in Essig-Salz-Lake eingelegtes Gemüse, welches in Kleinasien, im Nahen Osten und in Südosteuropa gerne zubereitet wird.

Mein Torshi-Rezept:
Zutaten: Chinakohl, Weißkraut, Zwiebeln, Chili, Mangoldstiele, Kräuter und Berberitzen. Salz, Weißweinessig und Wasser

Zubereitung: Gemüse waschen, in Stücke schneiden mit Kräutern und Berberitzen in Gläser schichten.
3 Teile Wasser, 1 Teil Weißweinessig und Salz gut verrühren (auflösen)

Gläser mit Flüssigkeit auffüllen und gut verschließen.
Mindestens 2 Wochen bei Raumtemperatur ruhen lassen. Gutes Gelingen!

FALSCHE OLIVEN

Eine Kornellkirschen-Hecke im Garten meines Bruders schenkt uns jedes Jahr so viele Früchte, dass wir die schmackhaften “Falschen Oliven” zubereiten können.

Zutaten: Kornellkirschen – sie sollten noch nicht ganz weich, aber schon reif sein.
Wasser und Salz: 1 Liter Wasser – 25 g Salz, Rosmarin undThymian

Früchte waschen und in Gläser schichten. Wasser, Salz und Kräuter aufkochen, abkühlen lassen, die Kornellkirschen damit bedecken (wichtig), luftdicht verschließen und mindestens 4 Monate dunkel lagern.
Die lange Wartezeit lohnt sich – die Kornellkirschen schmecken tatsächlich wie Oliven.

Sollten die “Oliven” zu salzig schmecken, kann man sie kurz wässern, gut abtropfen lassen und in Olivenöl einlegen. Dann sollten sie aber nicht mehr zu lange aufbewahrt werden. Buon appetito!

ORANGEN-ESSIG und FICHTENNADEL-ESSIG
Reiniger für Küche und Bad

Orangenschalen und Fichtennadeln bzw. Fichtenzweige in Essig eingelegt eignen sich hervorragend als Reiniger in Küche und Bad.
Dazu Orangenschalen oder kleine Orangenstücke in Essig legen. Diesen ca. 2 Monate ziehen lassen, damit sich die ätherischen Öle aus den Schalen lösen.
Danach filtern, in Sprühflaschen füllen und einige Tropfen Spülmittel zugeben. Fertig ist der Orangen-Essigreiniger für die Küche.

Werden ein qualitativ guter Essig und biologische Orangen verwendet, kann man diesen Auszug auch als Salatdressing verwenden. Dazu sollte man vor dem Einlegen der Orangenschale in Essig die weiße Haut unter der Schale vorsichtig wegschneiden.

Ebenso wird aus Fichtennadeln und kleingeschnittenen Fichtenzweigen in Essig, mit einigen Tropfen Spülmittel, ein gut riechender Badreiniger.

Auf dem Foto – Fichtennadeln bzw. Fichtenzweige in Essig gelegt – gibt es einen Fichten-Küchenhelfer – den Fichtenwipfel-Qirl.

Diese werden entrindet, in Wasser ca. 20 min. gekocht und dann glatt geschmirgelt.

Noch nicht ganz fertige Quirl aus Fichtenspitzen

Eingelegte Haselnussblätter, eingelegte Weinblätter

Da ich eine gute Quelle für ungespritzte Weinblätter bzw. Haselnussblätter habe, bereite ich sie im Sommer gerne zu, außerdem lege ich diese kleinen Köstlichkeiten gerne in Gläser.

Dieses Rezept für die Füllung habe ich von einer lieben Bekannten aus Griechenland.

 

Junge, weiche Haselnussblätter waschen, den Stengel abschneiden und blanchieren.

Weinblätter waschen und ebenfalls kurz in kochendes Wasser legen. Kurz ins Eiswasser legen und gut abtropfen lassen.

Für die Füllung verwende ich – Zwiebel, einige Korianderkörner (angemörsert) und wenig Knoblauch in Olivenöl leicht anlaufen lassen, Reis zugeben und mit Wasser aufgießen, Salz und die Schale einer ungespritzen Zitrone zugeben und nicht ganz weich dünsten. Abkühlen lassen. Mit einem Bund Petersilie, Minze und dem Saft einer Zitrone und Salz abschmecken.

Blätter auflegen und die Reisfüllung einwickeln. Röllchen dicht an dicht in eine befettete Pfanne schichten. Wasser, Salz und Zitronensaft vermischen und über die gefüllten Blätter leeren. (sie sollten nicht ganz bedeckt sein). Zitrone in dünne Scheiben schneiden und auf die Rollen verteilen. 

Mit einem ausreichend großen Teller beschweren, damit sie nicht aufschwimmen und mind. eine halbe Stunde leicht köcheln lassen – Sud sollte verkocht – von den Rollen aufgenommen worden sein.

Variante: Man schichtet die Blätter in ein Bügelglas (Rexglas) begießt sie mit Wasser/Salz/Zitronensaft und stellt sie ins Backrohr – geeignete Pfanne mit Wasser füllen – Gläser in genügendem Abstand reinstellen, 1 Stunde einkochen und anschließend im Ofen abkühlen lassen.

 

Kartoffeln in Gläser eingelegt

Kartoffeln schälen in gewünschte Größe schneiden (würfelig, in längliche, dickere Streifen, in Scheiben für Salat)

2 Liter Wasser mit 1 El Salz aufkochen, Kartoffeln kurz (einige Minuten – je nach Größe ) blanchieren, danach abgießen und gut abtropfen lassen.

In Gläser schichten. Neuerlich Wasser aufkochen, pro Liter 1 TL Salz zugeben und noch heiß über die Kartoffeln in den Gläsern gießen. 1 cm vom oberen Rand freilassen und sofort mit Deckel schließen.

Eine tiefes Blech mit einem Tuch auslegen, Wasser ins Blech leeren und die Gläser – die sich nicht berühren sollen – auf das Blech stellen.

Backrohr auf 130 ° Heißluft schalten und Kartoffeln ca. 1 Stunde fertiggaren  lassen.

Wir verwenden diese Kartoffeln gerne beim Campen.

Knoblauch in Sojasoße oder Wiener Würze

Knoblauchzehen schälen, in ein Sieb geben und dieses für 10 Sekunden in kochendes Wasser tauchen.  Knoblauch gut abtropfen lassen und in Gläser schichten.

Behälter/Gläser mit Sojasoße oder Wiener Würze auffüllen, so daß die Knoblauchzehen mit der Flüssigkeit bedeckt sind.

Mindestens 4 Wochen  kühl stellen – je länger, desto milder und weicher werden die Knoblauchzehen.  Wenn alle Knoblauchzehen gegessen sind, kann die verbleibende Flüssigkeit für Dressings, zum Würzen von Gerichten etc. verwendet werden.

Statt Salz zum weichen Ei paßt ein wenig Sojasoße oder Wieder Würze hervorragend.

EINGELEGTE FEIGENBAUMBLÄTTER

Junge Feigenbaumblätter wasche ich, rolle immer 5 Stück zusammen und lege sie in Essig/Wasser/Salz-Gemisch.

Diese Blätter verwende ich im asiatischen Bambusdämpfer, damit das Gargut (z. b. Dim Sum) im Korb nicht kleben bleibt.

Hier eignen sich natürlich auch frische Blätter vom Feigenbaum, auch Weinblätter, Haselnussblätter, Lindenblätter. Da ich aber manchmal keine frischen Blätter zur Verfügung habe – da ich die spontane Küche bevorzuge – ist es immer gut, welche im Glas vorrätig zu haben.

KOMBUCHA-ESSIG

Um Kombuchaessig zu erhalten, muss man mit einem normalen Kombucha-Ansatz beginnen.

Der Scoby (Kombuchapilz) ist hier die erforderliche Essigmutter. Das Kombuchagetränk ist je nach Geschmack nach einigen Tagen trinkfertig, will man Essig herstellen, muß man den Ansatz länger fermentieren lassen. Auch hier lasse ich mich vom Geschmack leiten, je länger der Kombucha reift, desto intensiver wird der Essig.

Kräuter, Gewürze oder auch Blüten in Essig eingelegt, ergeben wunderbare Geschmacks-Ergebnisse.

Blüten vom Bärlauch in Kombucha-Essig – ergibt einen tollen Knoblauchessig-Geschmack und sehen toll aus.

 

KARTOFFELSALAT

Immer wieder passiert es, daß ich zuviele Kartoffeln gekocht habe. Um diese zu verwerten, gibt es viele Möglichkeiten. Eine davon möchte ich euch hier vorstellen.

Die gekochten, geschälten und in Scheiben geschnittenen Kartoffeln schichte ich in ein Glas mit Schraubverschluss oder ein Rexglas, koche Essig mit Salz, etwas Zucker und beliebigen Gewürzen auf, gieße die heiße Flüssigkeit über die Kartoffeln im Glas und gebe etwas Öl über die Essigmarinade. Deckel aufschrauben bzw. Bügel vom Rexglas schließen. So kann man die Gläser längere Zeit aufbewahren. Vor dem Genuß, Kartoffeln mit der Marinade aus dem Glas gießen, Zwiebeln zugeben und etwas pfeffern. Fertig ist der Kartoffelsalat!