GRISSINI

Nachdem meine Schwester ihren Lievito Madre aufgefrischt und mir einen Teil davon abgegeben hat, gibt es in unserem Haushalt ein “Haustier” mehr, welches wir füttern müssen.

Lievito Madre ist ein milder, fest geführter italienischer Sauerteig aus Weizenmehl. Er ist sehr aromatisch, Brot und Gebäck werden luftig, locker und sind sehr bekömmlich.

Mit dem Überschuß nach dem Füttern des Lievito Madre habe ich heute Grissini gebacken. Da mein Lievito Madre aber noch jung ist und noch keinen so starkten Ofentrieb hat, habe ich ein wenig Hefe für den Teig verwendet.

 

Vielleicht wollt ihr die Grissini nachbacken – hier ist mein Rezept:

150 g Lievito Madre, 100 g feingemahlene Polenta, 100 g Weizenmehl, ca. 100 ml Wasser, 3 g Hefe, 9 g Salz, 2 EL Kräuter nach Wahl. Grobes Salz, Sesam, Mohn oder Gomasio zum Bestreuen.
Heute habe ich Rosmaringrissini, Thymiangrissini und Sesamgrissini gebacken.

Alle Zutaten zu einem Teig kneten und 90 Min. abgedeckt ruhen lassen.
Der Teig geht nicht sehr viel auf.

 

Den Teig in ca. 15 g – 20 g schwere Kugeln teilen und daraus Grissini rollen.  Diese auf dem Blech noch 30 Min. ruhen lassen. Mit Wasser bestreichen und mit gewünschtem Gewürz, grobem Salz, Mohn, Sesam etc. bestreuen.

Die Teigrollen im vorgeheizten Backofen bei 220° ca. 10 bis 12 Min. backen, bis sie eine schöne Farbe haben. Während des Backens die Ofentür einmal weit öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.
Optimal ist das Backen auf einem Pizzastein!

Dieses Rezept kann man auch mit Sauerteig zubereiten – dafür verwende ich 100 g Sauerteig und reduziere die Wassermenge.

Grissini sind in verschiedensten Variationen z.B. mit Knoblauch, gerösteten Zwiebeln, Käse, Gewürzen oder Kräutern etc. zu jeder Jahreszeit ein toller Snack.

 

KARTOFFELN

Wir lieben Kartoffeln, oder wie man sie hier in Niederösterreich auch nennt: Erdäpfel!

Unsere Erdäpfel beziehen wir vom BIOHOF BAUM in Pixendorf

https://www.facebook.com/biohofbaum

Biohof Baum ist ein Familienbetrieb am südlichen Rand des Tullnerfelds. Der Betrieb wird seit 1990/91 biologisch bewirtschaftet.
Hier kaufen wir auch unseren Dinkel, BIO-Apfelsaft und Eier von glücklichen Hühnern.


Kartoffeln haben einen hohen Gehalt an Kohlehydraten und werden oft als Dickmacher bezeichnet. Tatsächlich besteht die Kartoffel zu etwa 78 % aus Wasser. Kohlehydraten – großteils in Form von Stärke. Rohe Erdäpfel werden erst durch das Kochen für uns genießbar. 
Ballaststoffe regen die Verdauung an und erzeugen einen langanhaltenden Sättigungseffekt. Dazu liefert die Kartoffel noch Kalium, Vitamin B1, B6 und Vitamin C.

Erdäpfel können so auch ein guter Helfer beim Abnehmen sein. Sie haben bei 100 Gramm gerade mal 70 Kalorien – also weniger als die gleiche Menge gekochter Reis.
Erst durch die Art der Zubereitung – z. B. Pommes Frittes,  werden sie zum Dickmacher.
Gluten, Cholesterin oder Gicht fördernde Purine sind in Kartoffeln nicht enthalten. 

Kartoffeln in Bio-Qualität zu essen, gibt ein gutes Gefühl.

Beim konventionellen Anbau von Kartoffeln werden hauptsächlich chemisch-synthetische Düngemittel verwendet.
Vor der Ernte wird das Kartoffelkraut totgespritzt – Landwirte nennen diesen Prozess Krautregulierung – Krautentlaubung

Konventionelle Bauern verwenden dafür ein spezielles Herbizid. Bio-Bauern schlägern die Pflanzen mechanisch ab.

Im Vorjahr konnten wir im Waldviertel ganze Landstriche sehen, wo die Krautregulierung per Giftspritze stattgefunden hat.

Wie wir auch wissen, treiben Kartoffeln beim Lagern irgendwann aus.
Im konventionellen Berich kommt hier der Wirkstoff Chlorpropham als Keimhemmer zum Einsatz.
Leider fehlt in Österreich die Kennzeichnung auf den Kartoffel-Verpackungen, sodass für den Konsumenten  nicht ersichtlich ist, ob das Gemüse mit Keimhemmern belastet ist.

Welche Gefahren – Gesundheitsschäden – von Keimhemmern ausgehen: Reizt die Haut, giftig für Wasserorganismen, kann in Gewässern längerfristige schädliche Wirkung haben. Kann dies für den Menschen gesund sein? Nein.

Im Bio-Bereich ist Chlorpropham nicht zugelassen. Die EU plant, es generell zu verbieten.