KÜRBISKERNE – gewürzt und geröstet

Nachdem ich euch das Rezept für den süß-sauer eingelegten Kürbis verraten habe, möchte ich euch auch noch einen TIPP für die übriggeblieben Kürbiskerne geben:

Das Fruchtfleisch trenne ich von den Kernen – dieses kann man für eine Suppe verwenden – und wasche die Kerne gut.
Danach mische ich Gewürze nach Wahl, ein wenig Salz mit den Kürbiskernen und trockne bzw. röste die Kerne im Backofen ca. 30 bis 40 Minuten bei niedriger Temperatur – zwischen 120°und 140°
Mit Salz sollte man sparsam umgehen, da die Kerne sonst versalzen schmecken!!! Mein erster Versuch war leider sehr gut gesalzen.

Diese gebackenen bzw. gerösteten Kerne kann man auch mahlen und als Gewürz für div. Gerichte verwenden. Dieses Gewürz schmeckt sehr gut als Doping für eine Kürbiscremesuppe oder einen Kürbisaufstrich.

CANTUCCINI mit KAKAO

Wer Kakao und Mandeln mag, der wird diese Cantuccini lieben.

 

200 g Dinkelvollkornmehl, 200 g Eiweiß, 1 Prise Salz, 100 g Zucker, 180 g geschälte Mandeln, Kakao

Eiweiß mit Salz zu Schnee schlagen, dabei den Zucker langsam zugeben. Mehl, Kakao und geschälte Mandeln unterheben und in eine schmale, gefettete Form füllen.

35 – 40 Min bei 160° backen. Aus der Form nehmen und in dünne Scheiben schneiden. Auf einem Backblech nochmals bei 160 ° ca. 5 – 10 min. trocknen lassen.

Cantuccini werden durch den 2. Backvorgang beim Abkühlen hart, so sind sie in einem gut verschlossenen Behälter mehrere Wochen haltbar.

Pikante Cantuccini – siehe  https://lebens-mittel.com/1010-2/

 

 

 

 

 

JOHANNISBROTFRUCHT oder CAROBFRUCHT

Der Johannisbrotbaum oder auch Karobbaum kommt in Vorderasien und im Mittelmeerraum vor.  Spanische Auswanderer brachten die Pflanze nach Australien, Argentinien, Chile, Peru, Mexiko und Indien.

Die Blüte des Laubbaumes dauert von September bis November. Knapp ein Jahr nach der Befruchtung können die reifen Früchte geerntet werden – In den Mittelmeerländern erfolgt dies meist zur gleichen Zeit wie die Olivenernte.

 

Johannisbrotkerne, Johannisbrotkern-Mehl und Johannisbrotschoten

Die Fruchtschoten – Hülsenfrüchte sind sehr nahrhaft, können frisch oder getrocknet genossen werden.

Das Fruchtfleisch wird zu Pulver vermahlen und schmeckt ähnlich wie Kakao, bezeichnet als CAROB.
Es ist leicht süß im Geschmack, gemahlenes Kakaopulver ist bitter.
Carobmehl kann wie Kakao verwendet werden – z.B. als Kakaoersatz, zum Kuchenbacken, für die Zubereitung von Pudding, Schokoladenmousse etc.

Die frischen Schoten werden auch zu Saft gepresst und zu Sirup verarbeitet.

Die getrockneten Fruchtschoten können, gut verschlossen, für lange Zeit gelagert werden und sind ein gesunder, süßer Snack.

Die Kerne werden zu Johannisbrotkernmehl vermahlen und sind unter der Bezeichnung E410 in der Lebensmittelindustrie gelistet. Das Mehl wird als  natürliches Verdickungsmittel und Stabilisator verwendet. Es quillt im kalten Wasser und löst sich im heißen Wasser auf.  

Johannisbrotschoten werden auch in der Tierfutterindustrie verwendet.

PESTOBLUMEN und süße BLUMEN

Im Sommer bereite  ich immer verschiedene Arten von Pesto zu.  Diese fülle ich in kleine Gläser, so kann ich pro Gericht den Inhalt eines Glases verbrauchen.

Für das heutige Mittagessen habe ich Kapuzinerkresse-Pesto und ein klassisches Tomaten-Pesto (Pesto-Rosso) verwendet und diese mit einem Germteig zur “Blume” geformt.

 

Frisch aus dem Ofen gegessen, ein wahrer Genuß!

SÜSSE BLUMEN

Man kann diese “Blumen”  auch mit süßer Füllung  aus einem Blätterteig oder einem Hefeteig herstellen.

Eine Kalorienbombe, aber super lecker, sind diese Variationen:
Nutella und Marillenmarmelade
Nutella und Preiselbeermarmelade
Hier eine “Blume” mit Ribiselmarmelade gefüllt.

 

Nutella-Preiselbeer-Blume aus Hefeteig

https://lebens-mittel.com/2019/05/03/pesto/

Hier der Link zu meinen Pesto-Kreationen – Mai 2019

KICHERERBSEN

Die Kichererbse – richtiger wäre Kichererbsensamen – sind in vielen Regionen unserer Erde ein Grundnahrungsmittel. Hauptanbaugebiete sind Indien, Australien, Nordafrika, Türkei und Spanien. Die kleinen Samen aus Indien und die etwas größeren, helleren Samen, meist aus dem Mittelmeerraum, sind in Europa sehr verbreitet.

Es gibt sie als getrocknete Samen oder fertig gekocht in Dosen zu kaufen. Kichererbsen dürfen nur gekocht verzehrt werden. Dazu werden die getrockneten Samen in kaltem Wasser 12 Stunden eingeweicht und anschließend gekocht.
Hummus und Falafel sind meine Lieblingsrezepte und werden meist aus Kichererbsen hergestellt.

Aquafaba: aus dem lat. aqua = Wasser, faba = Bohnen
Das Kichererbsen-Abtropfwasser aus der Dose oder Kochwasser von Kichererbsen nennt man Aquafaba und kann wie Eiweiß aufgeschlagen werden. Der vegane Eiersatz!

aufgeschlagenes “Bohnenwasser” – Aquafaba

Das beste Ergebnis erzielt man, wenn man die Flüssigkeit über Nacht im Kühlschrank stehen lässt. Abtropfwasser abseihen, dann aufschlagen – zu verwenden für Kekse, Kuchen, Griesnockerl etc.

MARZIPAN

Marzipan kann man ganz einfach selber herstellen:

100 g Mandeln
 50 g Staubzucker
etwas Rosenwasser

Die Mandeln in ca. 500 ml Wasser 2 Minuten köcheln lassen, abseihen und kurz mit kaltem Wasser übergießen. Mit den Fingern aus der Schale drücken.

Die geschälten, abgekühlten Mandeln fein reiben und mit gesiebtem Staubzucker und etwas Rosenwasser zu einer geschmeidigen Masse verkneten.
Man könnte anstatt Rosenwasser auch Amaretto verwenden.

 

In einem Glasbehälter im Kühlschrank aufbewahren.
Joghurt mit etwas Mohn und Marzipan verfeinert – ein Genuß!

Sprossen

Im Winter und zeitig im Frühjahr wo kaum frisches heimisches Gemüse auf dem Markt oder im Garten vorhanden ist,  liefern uns Sprossen wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.

Wir haben zwei Keimgeräte, die im Dauereinsatz stehen.

Kresse, Bockshornklee, Senfkörner, Mungobohnen, Alfalfa, Radieschen, Kichererbsen, Linsen, Broccoli, Rettich, Rotklee und Ruccola werden zu Sprossen gezogen.

Auch Getreide kann man zum Keimen bringen.

Ich gebe 2 EL Getreide (Hafer, Dinkel, Roggen, Buchweizen etc.) in mein Keimgerät und wässere es einige Stunden. Danach gründlich spülen.

Ab dem 2. Tag 2 – 3 mal täglich wässern und gut abtropfen lassen. Nach einigen Tagen,  je nach Getreidesorte oder Samen ist die Keimdauer unterschiedlich lang, können die Sprossen genossen – weiterverwendet werden. 

Mungobohnensprossen

PESTO

Wir lieben Pesto und Nudeln.

Viele Menschen kennen Basilikumpesto – Pesto Genovese – wenige wissen, daß man auch aus Mohn, Kürbiskernen, Kapuzinerkresse, wildem Dost, Bärlauch, Avocado, Koriander und vielen anderen Zutaten herrliche Pestovarianten herstellen kann.

Hier möchte ich euch einige meiner Rezepte verraten. Da ich die Zutaten nicht immer abwiege, sind das hier ungefähre Angaben.     

Basilikum-Pesto – 200 g Basilikum (2 Töpfe), 200 ml biolog. Olivenöl,  grobes Salz, 2 Knoblauchzehen, 50 g Pinienkerne und ca. 60 – 80 g Parmesan.  Die Pinienkerne in einer Pfanne ohne Fett leicht rösten, sie sollten auf keinen Fall zu viel Farbe nehmen. Abkühlen lassen, mit den Knoblauchzehen und dem Salz im Mörser zerkleinern. Danach das Basilikum und das Öl nach und nach zugeben und zu einer homogenen Masse vermengen. Den Käse untermischen und genießen.

Pesto-Rosso – getrocknete Tomaten, Pinienkerne oder Walnüsse, Salz, Knoblauch, Olivenöl, Parmesan

Kürbiskern-Pesto – Kürbiskerne rösten, Olivenöl und Kürbiskernöl, Salz, Knoblauchzehen, ev. Nüsse und Käse.

Mohn-Pesto – geriebenen Mohn, Pinienkerne, Olivenöl, etwas Zitronensaft, Salz und Parmesan oder anderen Hartkäse.

Kapuzinerkresse-Pesto – Kapuzinerkresse-Blüten, Blätter und Samenkapseln, Olivenöl, Pinienkerne oder Walnüsse, Salz und Parmesan

Ruccola-Pesto – Ruccola, Cashewkerne, Olivenöl, Salz, Parmesan oder anderer Hartkäse

Da ich auf unseren Urlaubsreisen sehr oft nach Rezepten bzw. Zutaten frage, habe ich für euch zwei Pesto-Köstlichkeiten aus Italien mitgebracht

Peso alla trapanese haben wir in Sizilien genossen – hier werden statt den Pinienkernen Mandeln verwendet, getrocknete Tomaten und etwas Basilikum.

Pesto alla calabrese – aus Kalabrien habe ich die Zutaten für dieses Pesto. Hier wird ein großer roter Paprika mit etwas Chili,  einer Zehe Knoblauch, etwas Pecorino, und Olivenöl cremig püriert. 1 – 2 EL Ricotta unter das Pesto heben und mit Salz und Zitronensaft abgerundet.

Alternativ zu Pinienkernen verwende ich Cashewkerne, Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pistazien, Walnüsse, Mandeln, Haselnüsse und Erdnüsse. Auch Erdmandeln sind schmecken wunderbar im Pesto.

Oliven und Kapern sind tolle Zutaten!

Als Vegane Alternative kann man statt Käse Hefeflocken verwenden

Viel Spaß beim Experimentieren!