WOHER KOMMT MEIN ESSEN

Kreativ kochen mit Liebe und Willen zum Experimentieren, auf Lebensmittel-Verschwendung achten und sich zu interessieren WOHER KOMMT MEIN ESSEN!

Zu Hause kochen mit hochwertigen, biologischen zertifizierten Zutaten und Einfachheit. Mehr braucht es nicht. Reste verwerten und Experimente wagen, kochen was zur Jahreszeit passt, also was am Markt gerade Saison hat, so kann man eine Menge Geld sparen und gleichzeitig gesund und gut essen.

Mit Experimentieren meine ich z. B. Wildpflanzen zu sammeln und zu verkochen. Vieles bezeichnen wir als Unkraut was mitunter als Heilpflanze gilt und wunderbar schmeckt.

Ich sammle Bärlauch, Brennnesseln, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Holunderblüten und Holunderbeeren, junge Buchenblätter für Salat, Vogelmiere, Löwenzahn, Haselnussblätter, Lindenblüten, Birkenblätter, Hagebutten uvm. all diese Pflanzen kommen in meinen Rezepten zum Einsatz.
Teemischungen aus getrockneten Blättern und Blüten.

Wir achten auch darauf, keine Lebens-Mittel zu verschwenden, bzw. wegzuwerfen.
Unbehandelte biologische Zitronen/Orangenschalen friere ich ein, oder trockne sie und mahle sie zu Pulver. Die Schalen verarbeite ich auch zu Marmelade, oder lege sie Schalen in Essig ein uvm.

Spargelabschnitte und Schalen kochen wir zur Spargelcremesuppe.
Sehr reifes Kimchi oder anderes Fermentiergut kann püriert und getrocknet werden. Mit diesem Pulver kann viele Gerichte würzen.

Blätter und Stiele (geschält) von Brokkoli – kleingeschnitten und eingefroren, ergeben mit Kräuterstengeln und verschiedenen Wurzelgemüseresten, eine tolle Gemüsesuppe. Hier lassen sich Reste von Zwiebeln, Knoblauchzehen, Blättern von Fenchel oder Sellerie usw. wunderbar verarbeiten.

Wir fermentieren, legen Gemüse ein, trocknen Obst und Gemüse und nutzen den Tiefkühlschrank.

Was wir besonders schätzen ist: wir kennen viele Erzeuger von Produkten, die wir erwerben, persönlich.

Zu wissen, woher kommt mein Essen und handelt es sich um ein verarbeitetes Lebensmittel oder mit Pestiziden behandeltes Produkt, das sind doch spannende, wichtige Fragen.

Lokale Gemüsebauern bauen oft biologische Pflanzensorten an, die im Lebensmittelhandel nicht zu kaufen sind. Dies fördert die Vielfalt heimischer Pflanzen.
Auch auf saisonale und regionale Bio-Produkte sollte man achten.
Regionale Produkte sind KEINE BIOPRODUKTE, wie es uns oft in der Werbung vorgegaukelt wird.

Wir wünschen euch Einfallsreichtum und viel Spaß beim Experimentieren, Kochen und beim gemeinsamen Genießen.

SUPPLI

Vor einigen Wochen habe ich eine Doku gesehen,  in der ein italienischer Koch SUPPLI zubereitete.
Block und Stift liegen immer bereit, so habe ich fleissig mitgeschrieben und am nächsten Tag dieses Gericht nachgekocht.

Die genaue Mengenangabe kann ich euch nicht geben, nur ungefähre Angaben.

1 große Zwiebel in Olivenöl glasig braten, kleingewürfeltes Suppengemüse und zwei Knoblauchzehen dazugeben. Reis zugeben und mit Tomatensoße (anstatt Wasser) aufgießen. Mit Thymian, Oregano, 1 Lorbeerblatt und Salz würzen.

Wenn der Reis und das Gemüse in der Tomatensoße weichgekocht sind, die Masse etwas abkühlen lassen und große Nocken formen. Dies geht am besten mit nassen Händen. Die Nocken werden mit Mozarella gefüllt und in einer Mischung aus Mehl und Wasser gewendet.

Die Mehl/Wassermischung soll eine ähnliche Konsistenz haben wie dicker Palatschinkenteig.
Danach werden die Suppli frittiert.
Einige Suppli habe ich nach dem Tauchen in die Mehl/Wassermischung noch mit Brösel bestreut – das Ergebnis: herrlich knusprige SUPPLI

Gutes Gelingen und BUON APPETITO!

OLLA – Bewässerungssystem für unser Hochbeet

Olla – aus dem Spanischen, wird “OYA” ausgesprochen und heißt übersetzt:  Topf.
Im Gartenbedarf oder  Baumärkten kann man Olla´s auch bei uns kaufen – bauchige Flaschen aus unglasiertem Ton, die in die Erde eingegraben und mit Wasser befüllt werden.
Dies ist ein geniales Bewässerungssystem, vor allem, weil man seine Pflanzen nicht jeden Tag wässern muss.
 
Wir haben unsere Olla´s selber gebaut. Die Anschaffung von Original Olla´s – wenn man Mehrere benötigt, ist relativ kostspielig.

In jede unserer DIY-Ton-Topf-Olla passen 3,4 L Wasser
 
Hier zwei Bilder zu unsern DIY-Olla´s
 

Je zwei unglasierte Tontöpfe mit einem Durchmesser von 18 cm ergeben eine Olla.
Wichtig ist: einer der beidenTontöpfe muss ein Loch  im Boden haben, damit  man den Topf, wenn er zusammengeklebt ist, mit Wasser befüllen kann. 
Wir haben zwei Töpfe  mit Löchern im Boden gekauft und wie folgt zusammengebaut:
Das Loch eines Topfes gut verschließen – wir haben Steine oder auch von der Größe passende kleine Münzen verwendet und zugeklebt. (Wir hatten noch Lira in unserem Fundus).
Hier könnte man auch Bienenwachs statt Kleber verwenden.  Diese Methode hat den Vorteil, dass die beiden Töpfe wieder auseinandergenommen werden können.
Den zweiten Tontopf wie auf dem Foto ersichtlich aufsetzen und festkleben.

Das obere Loch der Olla´s haben wir mit Weinkorken bzw. Sektkorken verschlossen, damit keine Erde hineinfallen kann. So kann man sie ganz einfach öffnen um Wasser nachzufüllen.

Vergraben im Blumen- oder Gemüsebeet/Hochbeet machen unsere Olla´s das Bewässern sehr entspannt.

 

GETREIDE

Da wir unser Brot/Gebäck selber backen, hat seit 10 Jahren eine Getreidemühle/Flocker von der Firma Komo ihren Platz in unserer Küche.
Diese Mühle möchten wir nicht mehr missen, schon zum Frühstück können wir  Hafer für unser Müsli oder Porridge flocken.
Gekaufte Haferflocken schmecken strohig im Vergleich zu frisch geflocktem Hafer.

Die verschiedenen Getreidesorten bewahren wir in großen Gläsern auf. Auch alle anderen Lebensmittel lagern wir in Gläsern oder Flaschen!

Das BIO-Getreide beziehen wir direkt von Bauern aus der Umgebung.

Wir haben auch noch Waldstaudenkorn (eine alte Roggensorte), Gerste, Einkorn und Hirse in unserem Vorratsraum.

FLAMMKUCHEN

Wir lieben Flammkuchen!

Ich hab schon verschiedene Rezepte ausprobiert, war aber mit der Teigkonsistenz nie richtig zufrieden, daher hab ich nun mein eigenes Rezept kreiert.

„FLAMMKUCHEN“ weiterlesen

JOHANNISBROTFRUCHT oder CAROBFRUCHT

Der Johannisbrotbaum oder auch Karobbaum kommt in Vorderasien und im Mittelmeerraum vor.  Spanische Auswanderer brachten die Pflanze nach Australien, Argentinien, Chile, Peru, Mexiko und Indien.

Die Blüte des Laubbaumes dauert von September bis November. Knapp ein Jahr nach der Befruchtung können die reifen Früchte geerntet werden – In den Mittelmeerländern erfolgt dies meist zur gleichen Zeit wie die Olivenernte.

 

Johannisbrotkerne, Johannisbrotkern-Mehl und Johannisbrotschoten

Die Fruchtschoten – Hülsenfrüchte sind sehr nahrhaft, können frisch oder getrocknet genossen werden.

Das Fruchtfleisch wird zu Pulver vermahlen und schmeckt ähnlich wie Kakao, bezeichnet als CAROB.
Es ist leicht süß im Geschmack, gemahlenes Kakaopulver ist bitter.
Carobmehl kann wie Kakao verwendet werden – z.B. als Kakaoersatz, zum Kuchenbacken, für die Zubereitung von Pudding, Schokoladenmousse etc.

Die frischen Schoten werden auch zu Saft gepresst und zu Sirup verarbeitet.

Die getrockneten Fruchtschoten können, gut verschlossen, für lange Zeit gelagert werden und sind ein gesunder, süßer Snack.

Die Kerne werden zu Johannisbrotkernmehl vermahlen und sind unter der Bezeichnung E410 in der Lebensmittelindustrie gelistet. Das Mehl wird als  natürliches Verdickungsmittel und Stabilisator verwendet. Es quillt im kalten Wasser und löst sich im heißen Wasser auf.  

Johannisbrotschoten werden auch in der Tierfutterindustrie verwendet.

ERBSENHUMMUS

Wir lieben Hummus in verschiedensten Variationen: gestern gab es Erbsenhummus.
Da ich die Zutaten nicht abgewiege, meist “freestyle” koche,  kann ich euch hier nur die ungefähren Angaben geben.

Also:  300 g Erbsen gekocht, Lauch – man kann auch Jungzwiebeln oder Winterheckenzwiebeln nehmen – klein geschnitten, Saft einer halben Zitrone,  1 – 2  EL Tahin (Sesampaste) etwas Olivenöl, Salz, ein wenig Minze und eine gute Prise Kreuzkümmel.

Alle Zutaten mischen kurz mit dem Pürierstab zerkleinern, abschmecken, einige Erbsen obenauf geben, mit etwas Olivenöl beträufeln – fertig ist der Erbsenhummus.

hier findet ihr weitere Hummusrezepte:

https://lebens-mittel.com/2020/12/02/hummus/
 

 

BÄRLAUCHKAPERN

Knospen von Bärlauch in 2%iger Salzlake.

Die Gläser für 4 – 6 Wochen in der Lake ziehen lassen – die Kapern genießen.”

“Kapern” kann man auch aus Löwenzahnknospen, Gänseblümchenknospen, grünen Holunderbeeren, Kapuzinerkresseknospen, Schnittlauchknospen etc. herstellen.

Man kann diese Knospen ebenso in Essigwasser einlegen. Auch so schmecken sie hervorragend.
Wasser und Essig ungefähr zu gleichen Teilen mischen, salzen, abschmecken und kurz aufkochen. Knospen in Gläser geben, Sud darüberleeren. Gläser verschließen und einige Wochen warten.

STOCKERL – unser Familienrezept

Woher der Name Stockerl kommt – keine Ahnung, vielleicht eine Erfindung meiner Oma, in Tirol werden diese gebackenen Kartoffelteigstücke Paunzen genannt.

Ich nehme 500 g mehlige Kartoffeln, ca. 100 g Mehl, 1 Ei, Salz und eine Prise Muskatnuss. Zum Ausbacken Butterschmalz

Die Kartoffeln kochen, schälen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Mit Ei, Mehl, Salz und der geriebenen Muskatnuss zu einem Teig kneten. Dann die Stockerl oder Paunzen formen: Eine daumendicke Rolle formen, kleine Stücke abschneiden und diese in Butterschmalz goldgelb ausbacken.

Man kann diese Stücke – Stockerl auch in einer gefetteten Pfanne im Backrohr knusprig backen.

Stockerl, Anko, rosa Sauerkraut, fermentierter Rettich mit Kurkuma und Erbsen

Dazu essen wir gerne Sauerkraut und Preiselbeeren oder Anko, verschiedenes fermentiertes oder gedünstetes Gemüse