KÜRBISKERNE – gewürzt und geröstet

Nachdem ich euch das Rezept für den süß-sauer eingelegten Kürbis verraten habe, möchte ich euch auch noch einen TIPP für die übriggeblieben Kürbiskerne geben:

Das Fruchtfleisch trenne ich von den Kernen – dieses kann man für eine Suppe verwenden – und wasche die Kerne gut.
Danach mische ich Gewürze nach Wahl, ein wenig Salz mit den Kürbiskernen und trockne bzw. röste die Kerne im Backofen ca. 30 bis 40 Minuten bei niedriger Temperatur – zwischen 120°und 140°
Mit Salz sollte man sparsam umgehen, da die Kerne sonst versalzen schmecken!!! Mein erster Versuch war leider sehr gut gesalzen.

Diese gebackenen bzw. gerösteten Kerne kann man auch mahlen und als Gewürz für div. Gerichte verwenden. Dieses Gewürz schmeckt sehr gut als Doping für eine Kürbiscremesuppe oder einen Kürbisaufstrich.

KÜRBIS – süß-sauer

Heute habe ich das letzte Glas vom eingelegten Kürbis aus dem Vorjahr geöffnet. 

Bevor die Kürbiszeit naht, möchte ich euch mein Rezept für süß-sauer-eingelegten Kürbis verraten.

 

Einen Speisekürbis (3,5 bis 4 Kilo), je nach gewünschter Sorte, schälen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in Würfel schneiden. Man sollte nur das feste Fruchtfleisch verwenden, der fasrige Fleisch des Kürbisses zerfällt beim Aufkochen im Sud.

Einen Sud aus 1,5  Liter Wasser, 0,5 Liter Weißweinessig, 1 kg Zucker, 3 – 4 Gewürznelken,
1 Zimtstange, einige Kardamomkapseln, 1 TL Senfkörner, eine weiße Zwiebel in feine Streifen geschnitten, ein daumengroßes Stück Ingwer (sehr klein gewürfelt) und Salz. Ein wenig Curry oder Garam Masala  – je nach Geschmack.

Den Sud aufkochen lassen, der Zucker und das Salz müssen sich vollständig auflösen.
Die Kürbiswürfel in den Sud einlegen, einmal kurz aufkochen lassen und sofort in Gläser füllen. Mit der heißen Flüssigkeit aufgießen und die Gläser gleich verschließen.

Das Fruchtfleisch sollte noch Biss haben und nicht zerkocht sein.

Gutes Gelingen!

 

 

“NOTFALLKIMCHI”

Man ist auf Urlaub und hat Gusto auf Fermentiertes z. B. auf Kimchi. 

Hier stelle ich euch mein Notfallkimchi vor: aus allen Gemüsesorten, die ich im Campingkühlschrank fand, entstand diese Köstlichkeit. Da wir die Fermentierphase nicht abwarten wollten, haben wir dem Gemüse nur einen Tag Zeit gegeben und es dann genossen. 

  • Zutaten: Karotte, Paprika, Jungzwiebel, Chinakohl, Reste vom Rotkraut und vom Weißkraut,  gewürfelte Apfelstücke. Thymian, Paprikapulver und Chili

VEGANES “GRAMMELSCHMALZ”

Mein “Grammelschmalz”-Rezept hat schon viele Gäste überzeugt bzw. überrascht. Manche wissen bis heute nicht, dass sie Veganes gegessen haben!

2 gehäufte EL Haferflocken ohne Fett knusprig rösten. 1 EL Sesam ebenfalls ohne Fett rösten, bis die Körner anfangen zu “springen”. Diese Röstmischung sind die “Grammeln”

2 Zwiebel fein würfeln und in 100 g  Pflanzenfett goldbraun rösten. 1 Apfel ebenfalls sehr klein würfelig schneiden und einige Minuten mitrösten. TIPP: ein Apfel mit roter Schale sieht toll aus im fertigen “Schmalz”

100 g Kokosfett, ca. 80 ml neutrales Pflanzenöl unterrühren, die Haferflocken und den gerösteten Sesam unterheben, mit Salz und Majoran abschmecken und die Mischung in Gläser füllen. 

Das vegane “Grammelschmalz” hält sich im Kühlschrank mehrere Monate. 

Gutes Gelingen und viele staunende Gäste

 

 

TAMAGOYAKI – japanische Eirollen

Ein schnelles Gericht, das sich auch für Picknick eignet.

3 Eier mit etwas Sojasoße oder Salz verquirlen.
Sojasoße in der Eimasse – ergibt eine dunkle Färbung.

Eine Pfanne (ich verwende meine geschmiedete Pfanne) mit wenig Öl auspinseln und erhitzen.  Eine kleine Menge der Eimischung in die Pfanne geben und durch Schwenken gleichmäßig verteilen. Es sollte nur eine dünne Schicht Eimischung in die Pfanne gegossen werden.

Die Pfanne vom Herd nehmen und mithilfe von zwei Stäbchen (diese Methode finde ich am Besten) mit einer Gabel oder einer Holzspatel die Eimasse einrollen. Die Rolle an den Rand der Pfanne schieben und diese wieder ganz leicht einölen und neuerlich eine dünne Schicht Eimasse eingießen. Sobald die Masse fest ist, diese weiter einrollen. So fortfahren, bis die gesamte Eimasse aufgebraucht ist und eine dicke Rolle entstanden ist (diese Menge eignet sich um 8 x  Eimasse in die Pfanne zu gießen)

Gerne füge ich Schnittlauch, Kräuter oder auch Käse vor dem Einrollen auf die Eimasse. Auch ein Noriblatt kann mit eingerollt werden.

In dicke Scheiben geschnitten, mit Sojasoße und verschiedenen Zutaten serviert… ein Genuß!

 

CANTUCCINI mit KAKAO

Wer Kakao und Mandeln mag, der wird diese Cantuccini lieben.

 

200 g Dinkelvollkornmehl, 200 g Eiweiß, 1 Prise Salz, 100 g Zucker, 180 g geschälte Mandeln, Kakao

Eiweiß mit Salz zu Schnee schlagen, dabei den Zucker langsam zugeben. Mehl, Kakao und geschälte Mandeln unterheben und in eine schmale, gefettete Form füllen.

35 – 40 Min bei 160° backen. Aus der Form nehmen und in dünne Scheiben schneiden. Auf einem Backblech nochmals bei 160 ° ca. 5 – 10 min. trocknen lassen.

Cantuccini werden durch den 2. Backvorgang beim Abkühlen hart, so sind sie in einem gut verschlossenen Behälter mehrere Wochen haltbar.

Pikante Cantuccini – siehe  https://lebens-mittel.com/1010-2/

 

 

 

 

 

BUNTE ERDÄPFELPFANNE mit WILDKRÄUTERSALAT

Verschiedene Kartoffelsorten werden gekocht und mit Zwiebel in Butter knusprig gebraten.

Verschiedene Kartoffelsorten vor dem Braten

Dazu bereitete ich einen Salat mit Wildkräutern zu – Verschiedene Salatsorten vom Hochbeet mit Veilchenblüten, Schafgarbe, Löwenzahn, Spitzwegerich und  Vogelmiere.

 

MITTAGESSEN – Reis mit Gemüse und Fermenten

Reis, Karottensalat mit Apfel (mit dem Spiralschneider geschnitten), Brokkoli, Torshi (Rezept – 21. Oktober 2019), fermentierte grüne Holunderbeeren – Holunderbeerkapern (Rezept – 12. April 2021),  Kurkumasauerkraut, Kimchi und eine scharfe Soße aus Chilis und Paprika nach einem Rezept meiner Schwester.

WOHER KOMMT MEIN ESSEN

Kreativ kochen mit Liebe und Willen zum Experimentieren, auf Lebensmittel-Verschwendung achten und sich zu interessieren WOHER KOMMT MEIN ESSEN!

Zu Hause kochen mit hochwertigen, biologischen zertifizierten Zutaten und Einfachheit. Mehr braucht es nicht. Reste verwerten und Experimente wagen, kochen was zur Jahreszeit passt, also was am Markt gerade Saison hat, so kann man eine Menge Geld sparen und gleichzeitig gesund und gut essen.

Mit Experimentieren meine ich z. B. Wildpflanzen zu sammeln und zu verkochen. Vieles bezeichnen wir als Unkraut was mitunter als Heilpflanze gilt und wunderbar schmeckt.

Ich sammle Bärlauch, Brennnesseln, Spitzwegerich, Gänseblümchen, Holunderblüten und Holunderbeeren, junge Buchenblätter für Salat, Vogelmiere, Löwenzahn, Haselnussblätter, Lindenblüten, Birkenblätter, Hagebutten uvm. all diese Pflanzen kommen in meinen Rezepten zum Einsatz.
Teemischungen aus getrockneten Blättern und Blüten.

Wir achten auch darauf, keine Lebens-Mittel zu verschwenden, bzw. wegzuwerfen.
Unbehandelte biologische Zitronen/Orangenschalen friere ich ein, oder trockne sie und mahle sie zu Pulver. Die Schalen verarbeite ich auch zu Marmelade, oder lege die Schalen in Essig ein uvm.

Spargelabschnitte und Schalen kochen wir zur Spargelcremesuppe.
Sehr reifes Kimchi oder anderes Fermentiergut kann püriert und getrocknet werden. Mit diesem Pulver würze ich viele Gerichte.

Blätter und Stiele (geschält) von Brokkoli – kleingeschnitten und eingefroren, ergeben mit Kräuterstengeln und verschiedenen Wurzelgemüseresten, eine tolle Gemüsesuppe. Hier lassen sich Reste von Zwiebeln, Knoblauchzehen, Blättern von Fenchel oder Sellerie usw. wunderbar verarbeiten.

Wir fermentieren, legen Gemüse ein, trocknen Obst und Gemüse und nutzen den Tiefkühlschrank.

Was wir besonders schätzen ist: wir kennen viele Erzeuger von Produkten, die wir erwerben, persönlich.

Zu wissen, woher kommt mein Essen und handelt es sich um ein verarbeitetes Lebensmittel oder mit Pestiziden behandeltes Produkt, das sind doch spannende, wichtige Fragen.

Lokale Gemüsebauern bauen oft biologische Pflanzensorten an, die im Lebensmittelhandel nicht zu kaufen sind. Dies fördert die Vielfalt heimischer Pflanzen.
Auch auf saisonale und regionale Bio-Produkte sollte man achten.
Regionale Produkte sind KEINE BIOPRODUKTE, wie es uns oft in der Werbung vorgegaukelt wird.

Wir wünschen euch Einfallsreichtum und viel Spaß beim Experimentieren, Kochen und beim gemeinsamen Genießen.